Immer mehr Kinder werden auch durch das Spielen am Computer geprägt. Inzwischen ist es jedoch soweit, dass auch Erwachsene in ein Alter gelangen, wo sie wehmütig an die Klassiker des Computers zurückdenken. Das Computerspielmuseum in Berlin kann die Nostalgie der Erwachsenen mit den Emotionen und der Leidenschaft der Jugend vereinen. In der Karl-Marx-Allee 93a, unweit des Alexanderplatzes, kommen sämtliche Generationen von Computerfreaks auf ihre Kosten.

Der spielende Mensch des 20. und 21. Jahrhunderts

Im 1. Computerspielemuseum in Berlin kann eine Zeitreise angetreten werden. Vom ersten Pong-Automaten, über die PainStation, bis hin zu Poly-Play sind zahlreiche Klassiker vertreten. Kuriositäten, wie den Riesenjoystick sorgen für Abwechslung. Die vorhandenen Spieleklassiker können nicht nur betrachtet, sondern auch gespielt werden. Fühlen auch Sie sich in eine andere, einfachere Zeit zurückversetzt.

Neben den alten Glanzstücken der Computerszene können im Computerspielemuseum aber auch neue Ausstellungsstücke gefunden werden. Dies soll auch jüngere Personen in das Museum locken. Insgesamt sind in den Ausstellungen mehr als 300 Exponate zum Anfassen und Nachspielen vorhanden.

 

Vom ersten Computerspiel bis zum lebensgroßen Pappaufsteller

Wer kann sich heute noch an das allererste Computerspiel erinnern? Wenn die Frage nach dem eigenen Spiel ist, welches zuerst gespielt wurde, dann wissen es vielleicht noch viele. Das erste Computerspiel überhaupt wurde 1951 in Berlin vorgestellt. Es handelt sich dabei um Nimrod. Ein übergroßes Gerät mit 480 Vakuumröhren kann sich heute kaum noch jemand vorstellen, wenn von einem Computerspiel die Rede ist. Es wurde nach Vorbild eines Rechenroboters gebaut, der auf der Weltausstellung 1939 in New York zu sehen war.

Aber auch die Computerstücke selber kommen nicht zu kurz. Vom Apple II, über den Commodore, bis hin zum Atari, Nintendo oder Vectrex ist hier einiges zu sehen. Darunter auch die Playstation aus dem Jahre 1996. Weiterhin werden die Helden aus den bekanntesten Computerspielen durch lebensgroße Pappaufsteller zum Leben erweckt. Lara Croft, die Helden aus dem actiongeladenen Computerspiel Tomb Raider, kann bereits auf der historischen Wendeltreppe bestaunt werden.

Über Klassiker und Neuauflagen

Es gibt zahlreiche Spielehelden, die auch heute noch die Computerlandschaft verzieren. Auf welcher Konsole gibt es kein Mario-Spiel? Der rotgekleidete Klempner und sein grüner Kollege Luigi haben jedoch einen langen Weg hinter sich. Gleiches gilt für Donkey Kong. Andere Klassiker wie Asteroid und Space Invaders werden den Kindern wohl weniger bekannt sein. Trotzdem kann es für die Jugend interessant werden, die Spielehelden in ihrer Herkunft zu bewundern. Erwachsene erliegen hingegen dem Charme der Nostalgie.